Dienstag, 10. März 2020

Neues Handbuch

Neues Handbuch gibt Einblick in die Kunst der Erhaltung unserer "Schönen Kirchen"

Die regelmäßige Pflege von Kirchen und deren Ausstattung liegt in den Händen einer Vielzahl von Menschen, die sich für die Erhaltung der Bauten einsetzen und auf Fachwissen angewiesen sind. Mit dem Ziel diese Menschen zu unterstützen, erstellten kirchliche Fachstellen in Zusammenarbeit mit Bauämtern, des Bundesdenkmalamtes und der Österreichischen Mesner Gemeinschaft, ein praktisches Nachschlagewerk.
Am vergangenen Freitag überreichten Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics und Generalvikar Martin Korpitsch das Buch "Schöne Kirche" an Johann Glauber, den Diözesanleiter der Mesner Gemeinschaft Burgenland. 
© Gerald Gossmann

Eisenstadt – Eine Anerkennung der Arbeit all jener Menschen, die sich besonders unserer Kirchenräume annehmen ist das Buch "Schöne Kirche. Handbuch zur Pflege kirchlicher Kunst- und Kulturgüter". Es zeigt die Vielfalt ihrer Tätigkeiten und gibt praktische und anschauliche Unterstützung zur Erhaltung des Kulturguts, damit würdige Gottesdienste und Feiern in den Kirchen abgehalten werden können. Am 6. März fand die Übergabe an den Vertreter des Mesnergemeinschaft Burgenland, Johann Glauber, statt.

Zusammenarbeit ist der Schlüssel
In Österreich gibt es geschätzt etwa 10.000 Pfarr-, Kloster-, und Filialkirchen sowie Dorfkirchen und Ortskapellen. Eine Vielzahl von Menschen setzen sich für die regelmäßige Pflege und die Erhaltung dieser Kirchen und deren Ausstattung ein.
Die österreichischen Bischöfe, die Ordensgemeinschaften und kirchlichen KonservatorInnen wollen all diese Menschen mit diesem Pflegehandbuch unterstützen.
Erstmals haben die kirchlichen Fachstellen der Diözesen und Orden mit Hilfe der Bauämter, des Bundesdenkmalamtes und der Österreichischen Mesner Gemeinschaft ein österreichweit einheitliches und gemeinsames Nachschlagewerk erstellt. Möglichst praktisch und anschaulich gibt das Buch Hilfestellungen, wenn es um die denkmalgerechte Pflege der unterschiedlichen kirchlichen Gegenstände, die Sicherheit, aber auch Richtlinien für Veranstaltungen geht.

Diversität der Kulturgutpflege: Von "Abgebrochenen Teilen" bis "Ziborium"
Auf 184 Seiten, die ein reiches Stichwortverzeichnis ebenso beinhalten wie illustrative und anleitende Farbfotografien, wird die Diversität der Kulturgutpflege gezeigt, welche von "Abgebrochene Teile" über "Schadinsekten" und "Schöpfungsverantwortung" bis hin zu "Ziborium" umfasst. Materialspezifische Pflege, Reinigung und Lagerung sind ebenso bedacht, wie das rechtliche Rahmenwerk bei Restaurierungen. Das Handbuch, das sich in erster Linie an die 25.000, fast durchwegs ehrenamtlich tätigen MesnerInnen richtet, soll nach dem Wunsch der österreichischen Bischöfe und Ordensoberen in jeder Kirche aufliegen sowie in den Sakristeien und Pfarrbüros griffbereit sein.

Unterstützung für die Unterstützer 
Als "Unterstützung für Unterstützer" bezeichnet Markus Zechner, Diözesankonservator der Diözese Eisenstadt die Publikation. Er zeigt sich in seinem Statement zur Publikation begeistert über die erstmalige interdiözesane Zusammenarbeit, bei der sich sämtliche Diözesankonservatoren zusammengefunden haben. Besondere Wertschätzung lässt Markus Zechner dem Herausgeber-Team der Arbeitsgemeinschaft Kirchlicher KonservatorInnen Österreichs zukommen, Heimo Kaindl, Karin Mayer und Rosemarie Schiestl, sowie dem Einsatz von Bischof Hermann Glettler für die Unterstützung bei der Bischofskonferenz, wodurch die kostenfreie Verfügbarkeit des Buches in den Pfarren ermöglicht wurde. Zechner betont den Fokus des Buches, die "Do’s" der Kulturgutpflege aufzuzeigen, aber ebenso die Entscheidungshilfe, ab wann Experten hinzuzuziehen wären. Für Restauratoren gäbe das Werk wertvollen Einblick in das Level, in dem das Wissen vermittelt wird. Der Erfolg des Buches verzeichnete sich bereits bei der Vorstellung im Rahmen der "Monumento Salzburg", der internationalen Messe für Kulturerbe und Denkmalpflege am Freitag, 6. März 2020, durch großes Interesse und zahlreiche Verkäufe. Im Anschluss wurde das Buch an Vertreter der Mesner Gemeinschaft, des Bundesdenkmalamts und an die Leiter der Bischöflichen Bauabteilungen überreicht.

In Eisenstadt wurde das Werk am selben Tag von Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics und Generalvikar Martin Korpitsch an Johann Glauber, Diözesanleiter der Mesner Gemeinschaft Burgenland übergeben.