Dienstag, 28. Juni 2016

MESNERWALLFAHRT 2016 zur Rosalienkapelle


Die Mesnerwallfahrt der Diözese Eisenstadt, am 22.Juni 2016, führte uns zur zweithöchsten Erhebung des Burgenlandes. Rund 100 Mesnerinnen und Mesner machten sich auf den Weg. Vom Parkplatz weg gingen wir in Prozessionsform zur Rosalienkapelle. Mit dem Lied „Wir ziehen zur Mutter der Gnade“ führte uns Mesnerseelsorger Generalvikar  Martin Korpitsch,  der örtliche Pfarrer Aby Mathew Puthumana und Pfr. Josef Kuzmits, in diese wunderschöne Wallfahrtskirche.


1665 ließ Graf Paul Esterhazy zu Ehren der Pestpatronin Rosalia  eine hölzerne Kapelle errichten. Der große Besucherandrang  aus Ungarn und Österreich veranlasste ihn, 1670 mit dem Bau der heutigen Kapelle mit ihrem kreuzförmigen Grundriss.

Die Orgel ist eine historische Besonderheit. Joseph Haydn spielte bereits auf diesem Instrument. Der 85-jährige Organist, Karl Schumlitsch begleitete die Hl. Messe.
Am Ende der Hl. Messe trug Herr Schumlitsch  ein „Mesner – Gedicht“ vor, dass er extra für diese Wallfahrt geschrieben hat.

Mesner Josef Wutzlhofer erzählte uns die Geschichte der Wallfahrtskapelle. Der Diözesanleiter der Mesnergemeinschaft, Hannes Glauber, begrüßte alle Anwesenden, dankte allen Helferinnen und Helfern, dem Vorstand, und überreichte feierlich unserem Mesnerseelsorger, GV Martin Korpitsch, zum 60.Geburtstag ein Geschenk und einem Schal auf dem Mesner-Logo und den Namen „Martin“. 

Nach dem gemeinsamen Mittagessen in Forchtenstein besuchten wir die dortige Klosterkirche und die Heilige Stiege. Dannach ging die Wallfahrt weiter nach Wiesen.

Nach der Segensandacht in der Pfarrkirche Wiesen, mit Pastoralamtsdirektor Michael Wüger, GV Martin Korpitsch und Pfarrer Josef Kuzmits, wurden wir zu einer Agape eingeladen. Mit Getränken, Aufstrichen, Mehlspeisen und natürlich die süßen, köstlichen  „Wiesener Erdbeeren“. Ein schöner, sonniger, und ein erfüllter Mesnerwallfahrtstag 2016.      


Hubert Hackl

Mittwoch, 22. Juni 2016

Mesner - Kurs in Mariatrost / Graz

Antependium, Zelebret, Pyxis und Nodus –
 oder was es für die Mesner alles zu wissen gibt





Vom 11. bis zum 13. April 2016 fanden sich im Bildungshaus Maria Trost 27 Mesnerinnen und Mesner aus den Diözesen Eisenstadt (11 Teilnehmer), Graz - Seckau und Gurk-Klagenfurt zusammen, um den ersten Teil ihrer Ausbildung in der Interdiözesanen Mesnerschule zu absolvieren.

Die Fachvorträge wurden vom Leiter der Interdiözesanen Mesnerschule, Martin Salzmann, Mesner der Basilika Rankweil, sowie Msgr. MMag. Dr. Walter Juen, Wallfahrtsseelsorger an der Basilika Rankweil, der auch die spirituelle Betreuung des Kurses übernahm, gehalten.

Da heutzutage die meisten Mesner und Mesnerinnen ihren Dienst ehrenamtlich versehen, waren nur wenige an Jahren junge Kursteilnehmer anwesend, dafür umso mehr junggebliebene Personen. Wer sich jedoch einen altertümlich-verstaubten Kurs erwartete, wurde gründlich enttäuscht: nicht nur die rege Teilnahme aller Anwesenden, sondern auch die professionelle Vortragstechnik, sowie die einfühlsame seelsorgerische Begleitung sprachen eindeutig für die Qualität des Kurses in einer lebendigen Kirche.

Im Rahmen dieses Kurses wurde sogar ein Notwortgottesdienst (unter Zeitdruck) vorbereite und auch gefeiert – ein besonderes Erlebnis für alle Kursteilnehmenden!
Alle Theorie nützt aber nichts ohne die praktische Anwendung. Deshalb wurden Themen wie Pflege der Paramente, das Assistieren beim Be- und Entkleiden der priesterlichen Gewänder sowie der Umgang mit Messbüchern in der Sakristei der Basilika Maria Trost geübt. Als besondere Zugabe durften sich die Teilnehmenden über eine nicht alltägliche Kirchenführung mit interessanten Geschichten und Details durch Pfarrer Mag. Josef Bierbauer von Graz - Mariatrost freuen.

Diese in besonderer Gemeinschaft verbrachten Tage brachten Vorfreude auf den zweiten Kursteil mit sich, sowie eine spürbare Stärkung der Teilnehmenden für ihr Wirken in ihren Pfarren, was immer wichtiger wird –für die Menschen und besonders zur höheren Ehre Gottes!
Text: DI Alexander Leitner, Mesner von Straß

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